Hier handelt es sich um niemand geringeren als die Berliner Death Metal Institution die mit jedem Album stÀrker und unverzichtbarer wird.

Postmortem wurden 1987 gegrĂŒndet und tourten in der Hauptsache zunĂ€cht mit Crematory und Atrocity. Nach zwei Demos dann der erste Plattenvertrag bei Husky Records 1993. Die Band ist fest im Underground etabliert und erfĂ€hrt eine hohe WertschĂ€tzung. Postmortem-Musik könnte man als eher thrash-lastig bezeichnen. Sie setzt vor allem auf BrutalitĂ€t, ist insgesamt aber eher einfach gehalten,
Die hauptsĂ€chlich englischen Lyrics befassten sich frĂŒher hĂ€ufig Massenmörder-Themen, heute sind Splatterlyrics, Horrorgeschichten und Hass an der Tagesordnung. Das Shouting von „Frontpsycho“ Matthias RĂŒtz wird als leicht ausgeflippt und die StimmbĂ€nder maltrĂ€tierend beschrieben.

Das Album „Bowls of Wrath“ erfreut sich durchweg bester Kritiken. „Wie guter Wein“ heißt es da zum Beispiel – „Ein Album von allerhöchster QualitĂ€t, das keine WĂŒnsche offen lĂ€sst“. Es scheint, auch nach 20 Jahren ist Postmortem noch lange nicht am Ende, obwohl sie wohl zu den „dienstĂ€ltesten“ der Branche gehören! Es hat schon seinen Grund, dass sie fest im Underground verwurzelt sind und hohe WertschĂ€tzung bekommen.
Ohne Umschweife knallen einen bei „Bowls of Wrath“ von Anfang an die Riffs um die Ohren, der Songteppich, den Basser und Drummer bieten ist „beĂ€ngstigend gut“. Und das alles bei einem Shouter, der „nicht von dieser Welt“ zu klingen scheint. 43 Minuten IntensitĂ€t und Fiesheit ohne Gleichen. Aber auch der Humor kommt hin und wieder nicht zu kurz.

Wenn schon die Konserve so gelobt wird – wie muss dann erst die Live-Show sein? Es lohnt sich. Einfach straight, die Jungs und herzlich willkommen bei Tank mit Frank 2017!